Am Samstag, 1. Dezember trafen sich die Mitglieder des Landesvorstandes der Frauen Union Baden-Württemberg mit den Kreisvorsitzenden und Mitgliederbeauftragten zu einer Kreisvorsitzendenkonferenz in Tübingen. Als Referentin konnte die Mitgliederbeauftragte der Frauen Union der CDU Deutschlands, Jessica Weller, gewonnen werden. Sie führte aus wie wichtig es ist, Frauen aller Altersgruppen als Mitglieder für die FU zu gewinnen und gleichzeitig bereits vorhandene Mitglieder zu halten. Die Teilnehmerinnen waren sich einig, dass es besonders schwierig ist, junge Frauen für die FU-Arbeit zu gewinnen. Die zahlreichen Anforderungen wie Beruf, Familie, Kindererziehung sowie weitere Ehrenämter lassen Frauen vielfach keinen Spielraum, um sich auch noch politisch einzubringen.

Anschließend berichtete die FU-Landesvorsitzende Dr. Inge Gräßle MdEP im Hinblick auf die Europawahl im nächsten Jahr, welche Fortschritte in der EU erreicht wurden. Diese beginnen bei kleineren Themen wie der Harmonisierung von Roaming-Gebühren innerhalb Europas und reichen bis zum Thema Handelsabkommen. Sehr große Erfolge kann Europa in Sachen Flüchtlingspolitik vorweisen – die Anzahl neu ankommender Flüchtlinge ist drastisch zurückgegangen. Diese Erfolge sind das Ergebnis verschiedenster Maßnahmen, die die EU auf den Weg gebracht hat – beispielsweise der wesentlich verbesserte Schutz der EU-Außengrenzen. Beim Thema Brexit gibt es – bis zur Entscheidung des britischen Parlaments über das Austrittsabkommen – weiterhin eine Reihe möglicher Szenarien.

Im weiteren Verlauf der Konferenz gab Angelika Holzäpfel, Mitgliederbeauftragte der Frauen Union Nordbaden, einen kurzen Rückblick auf die Aktion „Mitreden“, an der sich im Vorfeld der Kommunalwahl im Juni und Oktober zahlreiche Kreisverbände mit Umfrageständen beteiligt haben. Geplant ist eine Neuauflage der Aktion vor den Kommunalwahlen am 11. Mai nächsten Jahres. Die Frauen Union will mit dieser Kampagne, die nächstes Mal sogar deutschlandweit umgesetzt werden soll auf sich aufmerksam machen und unterstreichen wie wichtig es ist, auch Frauen für die politische Teilhabe zu gewinnen. In diesem Zusammenhang berichtete Brigitte Schäuble, Schatzmeisterin der FU Baden-Württemberg, über eine von ihr initiierte Umfrage bei den Bezirks- und Kreisverbänden zum Thema Finanzierung der FU-Arbeit. Die Rückmeldungen der Verbände haben gezeigt, dass die Situationen vor Ort sehr unterschiedlich sind.

Ein weiteres Thema war die Datenschutzgrundverordnung, welche im Mai durch die EU novelliert wurde. Hierzu stellte die Bezirksvorsitzende der Frauen Union Nordwürttemberg, Susanne Wetterich, die wesentlichen Aspekte zum Thema dar.

Insbesondere in Zusammenhang mit E-Mail-Versand, bei der Erstellung von Homepages oder beim Umgang mit Fotos sind besondere Vorgehensweisen zu beachten.

Abschließend stand noch die Vorbereitung der Kommunalwahlen im kommenden Jahr auf der Tagesordnung. Die Frauen Union strebt grundsätzlich an, Frauen bei den Wahlvorschlägen paritätisch zu beteiligen. In der Diskussion wurde allerdings deutlich, dass es insbesondere in kleinen Gemeinden schwierig ist, alle Listenplätze zu besetzen. Hier kommt es vor allem darauf an, rechtzeitig und gemeinsam mit der CDU, mögliche Kandidatinnen direkt anzusprechen. Die Diskussion zeigte aber auch, welche guten Ideen FU-Verbände vor Ort für gelungene Veranstaltungen haben. Berichtet wurde beispielsweise von einem „Speed Dating“ mit den Kandidatinnen für die Kommunalwahl und einer Ehrungsveranstaltung für ehrenamtlich engagierte Frauen.

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