Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am heutigen 25. November fordert die Frauen Union der CDU Baden-Württemberg eine dauerhafte und solide finanzielle Grundlage für die Arbeit der Frauenhäuser und Beratungsstellen im Land. „Weiterhin sind viele Leistungen dieser wichtigen Einrichtungen nicht dauerhaft, sondern nur von Haushaltsplan zu Haushaltsplan oder auf Projektbasis finanziert“, so die Landesvorsitzende der Frauen Union, Susanne Wetterich. „Immer wieder neue Anträge schreiben zu müssen, bedeutet nicht nur einen erheblichen bürokratischen Aufwand, sondern auch dauerhafte Unsicherheit, ob die Maßnahmen verlässlich durchgeführt werden können. Das muss sich endlich ändern.“ Zudem bedürften die Frauenhäuser eines besseren Stellenschlüssels.

Es sei darüber hinaus nicht hinnehmbar, dass es im Land weiterhin weiße Flecken gebe, obwohl sich der grün-schwarzen Landesregierung die Umsetzung der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen vor allen Formen von Gewalt im Koalitionsvertrag ausdrücklich auf ihre Fahnen geschrieben hat: Neun Landkreise halten kein eigenes Frauen- und Kinderschutzhaus vor und in vier Landkreisen gibt es weder ein eigenes Frauen- und Kinderschutzhaus, noch eine eigene spezialisierte Fachberatungsstelle, wie der Landesfrauenrat jüngst feststellte.
Schließlich müsse auch die Begleitung und Unterstützung von Frauen nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus („Second-Stage“) flächendeckend gewährleistet sein, dass sie leicht einen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum erhalten, um sich ein neues Leben aufbauen zu können.
„Derzeit gibt es hierfür nur Projektmittel, die entsprechend beantragt werden müssen. Das reicht nicht aus“, so Wetterich.
Die Finanzierung von Beratungsstellen und Frauenhäusern dürfe keine freiwillige Aufgabe der Stadt- und Landkreise bleiben, so die Landesvorsitzende der Frauen Union. „Sie einzurichten und zu betreiben, muss zur Pflichtaufgabe werden“, so Wetterich abschließend.

Kontaktperson

Frauen Union BW

fu@cdu-bw.de

Vorheriger Beitrag