Annette Widmann-Mauz MdB als Landesvorsitzende der Frauen Union mit hervorragendem Ergebnis wiedergewählt

Rottweil, 17.09.2011

Landesdelegiertentag der Frauen Union Baden-Württemberg in Rottweil

Auf dem Landesdelegiertentag der Frauen Union (FU) der CDU Baden-Württemberg am Samstag (17.09.2011) in Rottweil wurde die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit und Tübinger CDU-Bundestagsabgeordnete, Annette Widmann-Mauz, mit 94 Prozent (138 von 147) der abgegebenen Stimmen mit hervorragendem Ergebnis als Landesvorsitzende im Amt bestätigt.

Zu ihren Stellvertreterinnen wählten die Delegierten erneut die nordwürttembergische Europaabgeordnete Dr. Inge Gräßle mit 85 Prozent (131 Stimmen) sowie erstmals die Karlsruher Landtagsabgeordnete Katrin Schütz mit 80 Prozent (123 Stimmen). Schütz folgt der Rastätter Ärztin Dr. Evelyn Herz, die nicht mehr kandidierte.

Zum diesjährigen FU-Landesdelegiertentag kamen die Delegierten in der Stadthalle Rottweil unter dem Titel „Frauen in Führungspositionen – Einsame Spitze?!“ zusammen. In ihrer Rede zeichnete die Landesvorsitzende Annette Widmann-Mauz MdB hierzu die Debatte und Entwicklungen der letzten Monate differenziert nach. Nach zehn Jahren erfolgloser Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft sei es jetzt an der Zeit, verbindliche gesetzliche Vorgaben für die Vertretung von Frauen in Vorstands- und Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften zu schaffen. Dies sei nicht nur eine Frage gesellschaftlicher Gerechtigkeit und des demokratischen Repräsentations-prinzips, sondern auch eine Frage des wirtschaftlichen Erfolgs.
„Mehr Frauen sind ein Gewinn. Gemischte Teams erzielen vor allem bessere Ergebnisse“, so Widmann-Mauz unter viel Beifall. Weiter warb sie für eine breitere Debatte: „Mehr Frauen in Führungspositionen ist keine Forderung, lediglich eine statistische Zahl nach oben zu treiben, sondern die Forderung nach einem Umdenken und der nachhaltigen Umgestaltung unserer Arbeitskultur und -welt.“

Der Landesdelegiertentag verabschiedete dazu eine entsprechende Resolution, mit der eine Umsetzung in Stufen gefordert wird, mit der bis zur Neubesetzung der Aufsichtsräte im Jahr 2013 begonnen werden soll.

Die neue Ministerpräsidentin des Saarlandes und stellvertretende FU-Bundesvorsitzende, Annegret Kramp-Karrenbauer MdL, sprach sich in ihrer gefeierten Rede deutlich für die Umsetzung einer Frauenquote aus. Sie wies in ihrer Rede symbolisch auf „gläserne Decken“ und „helfende Krücken“ und damit auf die fehlenden Aufstiegschancen erwerbstätiger Frauen und die Notwendigkeit konkreter gesetzlicher Vorgaben hin. Vorab hatte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder MdB die Notwendigkeit gezielter Frauenförderung betont.

Der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl MdB wies darauf hin, dass bei der Landtagswahl nicht einmal jede dritte Frau unter 60 Jahren CDU gewählt habe. Hier müsse die CDU daran arbeiten, dass sie künftig wieder stärker von Frauen gewählt werde. Strobl schlug vor, gemeinsam mit der Frauen Union einen CDU-Landesparteitag zu frauenpolitischen Themen vorzubereiten und dazu beispielsweise die Journalistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer einzuladen.

In einer Videobotschaft an die Delegierten sprach die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Justizkommissarin Dr. Viviane Reding, von einem Auseinanderfallen der Gleichstellung von Mann und Frau auf dem Papier und in der Wirklichkeit. Hieran werde die Europäische Union mit der Umsetzung eines ambitionierten Maßnahmenplans bis 2015 arbeiten.

 

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