Annette Widmann-Mauz MdB als FU-Landesvorsitzende eindrucksvoll bestätigt

Stuttgart, 22.09.2009

Auf dem Landesdelegiertentag der Frauen Union (FU) der CDU Baden-Württemberg am vergangenen Wochenende in Leonberg wurde die Tübinger CDU-Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz mit 95,27 Prozent (161 von 169) der abgegebenen Stimmen eindrucksvoll als Landesvorsitzende im Amt bestätigt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden erneut die nordwürttembergische Europaabgeordnete Dr. Inge Gräßle mit 88,14 Prozent (156 von 177) und die Rastätter Ärztin
Dr. Evelyn Herz mit 84,18 Prozent (149 von 177) der abgegebenen Stimmen gewählt.

Unter dem Motto "Bewegung! – Auf dem Weg zum politischen Sportabzeichen" fand der diesjährige Landesdelegiertentag der Frauen Union Baden-Württemberg in Leonberg statt. Im Mittelpunkt der Tagung wenige Tage vor der bevorstehenden Bundestagswahl standen neben den turnusmäßigen Neuwahlen der Vorstandschaft die Verabschiedung frauenpolitischer Anforderungen und Zielvorstellungen für ein leistungs- und zukunftsfähiges Baden-Württemberg und die Reden des baden-württembergischen Ministerpräsidenten und CDU-Landesvorsitzenden Günther H. Oettinger MdL sowie der FU-Bundesvorsitzenden, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer MdB.

Widmann-Mauz hob in ihrem Rechenschaftsbericht die Bedeutung von Bildung für die Zukunftschancen von Frauen hervor. Insbesondere im Hinblick auf den sich abzeichnenden Fachkräftemangel im Bereich von Diensten von Menschen für Menschen forderte sie eine Neuausrichtung beim Studienzugang mit dem Ziel, Hochschulen mehr Spielraum bei der Auswahl von Studierenden jenseits des Numerus Clausus einzuräumen. Spezifische, für die spätere Berufspraxis relevante Fähigkeiten von Bewerberinnen und Bewerbern sollten in den Auswahlverfahren stärker als bisher berücksichtigt werden können.

Die Frauen Union zeigte sich noch nicht zufrieden mit den Fortschritten in Sachen Integration in Baden-Württemberg. Gerade für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund sei Bildung der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und Perspektive auf Wohlstand und soziale Sicherheit. Mit einer eigenständigen herausgehobenen Vertretung im Landeskabinett will die FU mehr Bewegung in diese Thematik bringen. Integration müsse im Land wie bereits im Bund zur Chefsache werden. Mit der Forderung nach Einführung von freiwilligen Lohntests in Unternehmen nach Schweizer Modell unterstrich die Frauen Union den Anspruch auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

Ministerpräsident Günther H. Oettinger bescheinigte der Frauen Union im Land die programmatische Arbeit der CDU im Bereich der Gesellschaftspolitik maßgeblich vorangetrieben zu haben. Forderungen nach besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf, flexiblerer Betreuung, mehr Bildung und flächendeckenden Ganztagesangeboten auch für Kinder unter 3 Jahren seien nur wenige Beispiele für Konzepte, die die CDU übernommen und in der Landesregierung Schritt für Schritt umgesetzt habe. Ausdrücklich unterstützte Oettinger die Forderung der Frauen Union nach mehr Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten in den baden-württembergischen Unternehmen. Es gebe genügend hoch qualifizierte und kompetente weibliche Führungskräfte in der Wirtschaft für die entsprechenden Aufgaben und Funktionen.

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer würdigte in ihrer Rede die großen Verdienste der CDU-geführten Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die mit Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen der Familienpolitik wieder den Stellenwert eingeräumt habe, der der Bedeutung von Familien gerecht werde. Elterngeld, höheres Kindergeld und Kinderzuschläge sowie die Verankerung des Rechtsanspruchs auf Kinderbetreuungsangebote bereits ab dem 1. Lebensjahr seien wichtige Maßnahmen, die die Lebenssituation von jungen Familien ganz konkret und nachhaltig verbessern helfen. Das Betreuungsgeld, das Eltern zukommen soll, die ihre Kinder ausschließlich zu Hause betreuen, unterstreiche darüber hinaus den Anspruch der Union, tatsächlich Wahlfreiheit für Familien zu schaffen.

 

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