| Verpflichtendes und beitragsfreies letztes Kindergartenjahr gefordert |
Stuttgart, 30.04.2008Der Landesvorstand der Frauen Union (FU) in in der CDU Baden-Württemberg fordert die baden-württembergische Landesregierung auf, sich für ein verpflichtendes und beitragsfreies letztes Kindergartenjahr (Vorschulmodell) einzusetzen und eine gesetzliche Grundlage für dessen Realisierung zu schaffen. Angedacht ist eine Regelung mit einer verpflichtenden Kernzeit von wenigstens drei Stunden täglich, die von den kommunalen, kirchlichen und privaten Trägern beitragsfrei, gegen Rückerstattung der Kosten durch das Land Baden-Württemberg, angeboten wird, während die weitere Betreuung in den Stunden zuvor und danach, wie bislang, auf freiwilliger Basis erfolgt und weiter beitragspflichtig bleibt. "Trotz aktueller Statistiken, die besagen, dass knapp 95 Prozent aller Kinder in einem Kindergarten angemeldet sind, zeigt die Erfahrung, dass diese Besuche nicht regelmäßig stattfinden und keine Kontinuität in dem besonders wichtigen frühkindlichen Bildungsangebot erreicht wird", macht die FU-Landesvorsitzende, Annette Widmann-Mauz MdB, deutlich. Das allgemeine Ziel, die Schulfähigkeit aller Kinder bei der Einschulung sicherzustellen, wird nicht erreicht, wenn rund fünf Prozent aller Kinder keinen Kindergarten besuchen und wenn ein weiterer Prozentsatz zwar angemeldet ist, aber ein solches Kindergartenangebot nicht regelmäßig wahrnimmt. Dadurch wird der Unterricht in den ersten beiden Grundschuljahren deutlich erschwert und bindet zusätzliche Ressourcen, weil einige dieser Kinder Auffälligkeiten im Sozialverhalten aufzeigen. Ein verpflichtendes Kindergartenangebot muss nicht heißen, dass Kinder gänzlich aus der "Elternfürsorge" genommen werden. Vielmehr wird sich die Frauen Union dafür einsetzen, dass der Pflichtbesuch auf eine Kernzeit von drei Stunden am Vormittag, dafür aber täglich, konzentriert wird. "Mit einem solchen Pflichtangebot können wir alle Kinder erreichen und zu einer besseren Schulfähigkeit beitragen", betont Annette Widmann-Mauz. Kinder erwerben weitere Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für eine geregelte Einschulung unerlässlich sind (Sprache, Musik, sportliche Frühförderung, Ernährung, Sozialverhalten, usw.) |

FU-Landesvorstand am
Fr., 17.09.2010, Albstadt-Ebingen

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