11.08.2017

Workshop der Frauen Union Baden-Württemberg zum Thema „Wahlkampf für Frauen“


Am 29. Juni veranstaltete die FU Baden-Württemberg in Stuttgart einen Workshop zum Thema „Wahlkampf für Frauen“, an dem auch der Landesgeschäftsführer der CDU Baden-Württemberg, Christian Mildenberger, teilnahm.

Zum Einstieg in den Workshop berichtete zunächst Christine Quasdorf vom „Connect17“-Team aus dem Konrad-Adenauer-Haus über bisherige Erfahrungen aus dem Tür-zu-Tür-Wahlkampf. Vorrangiges Ziel dabei ist nicht die inhaltliche Überzeugung, sondern vor allem die Mobilisierung der (eigenen) Wählergruppen. Deshalb sollten pro Tür nicht mehr als drei Minuten aufgewendet werden. Der Wahlkämpfer stellt sich als Unterstützer des Kandidaten der örtlichen CDU vor, überreicht Flyer bzw. weitere Informationsmaterialien und verabschiedet sich danach höflich. Tendenziell öffnen ungefähr ebenso viele Frauen wie Männer die Tür. Dabei legen Frauen meist großen Wert auf Höflichkeit und eine gute Atmosphäre. Haben sie kein Interesse, begründen sie es in der Regel.

 

Bei der sich anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass einer der wichtigsten Gründe die CDU zu wählen die Spitzenkandidatin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, ist. Daher ist es besonders wichtig, mit ihr zu werben und sich nicht nur auf den örtlichen Kandidaten zu stützen. Eine aktive Werbung unter dem Motto „Zweitstimme ist Merkel-Stimme“ ist daher von besonderer Bedeutung. Besonders wichtig ist eine gemischte Zusammensetzung der Tür-zu-Tür-Teams, um so möglichst viele Wählergruppen anzusprechen. Dabei können z.B. Mann und Frau oder Alt und Jung zusammen laufen. Gerade aus diesen Gründen sollten die Kandidatinnen und Kandidaten der Landesliste in den Tür-zu-Tür-Wahlkampf eingebunden werden. Zudem unterstreicht dies die Bedeutung der Zweitstimme.

Die Teams sollten immer als CDUler erkennbar sein, damit auch unsichere Menschen die Tür öffnen und nicht verschreckt werden. Dafür müssen nicht unbedingt grelle Jacken getragen werden, aber ein CDU-Badge wäre sinnvoll. Nach dem Klingeln sollte man am besten einen Schritt zurücktreten, um die räumliche Distanz zum Gegenüber zu wahren und darauf achten, abends in Hausfluren das Licht einzuschalten. Gerade Frauen sind häufig unsicherer, fremden Menschen (abends) die Tür zu öffnen. Meistens mögen Frauen auch keine Stammtischatmosphäre. Die Wahlkämpfer sollen sich also klar, deutlich und kurz ausdrücken und nicht mit Parolen um Unterstützung bitten.

 

Abschließend machte die FU-Landesvorsitzende Dr. Inge Gräßle nochmals deutlich, dass der Bundestagswahlkampf - trotz der guten Umfragewerte - eine Herausforderung werde. Gerade weil ein Plakat der Bundeskanzlerin nicht mehr ausreiche, müssen die Wahlkämpfer an die Haustüren, um im persönlichen Gespräch um Vertrauen zu werben.

 

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