18.03.2016

Equal Pay Day 2016: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"

Equal Pay Day 2016: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" (Bild: FU-BW)


Annette Widmann-Mauz: "Die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen das Schneckentempo bei der Beseitigung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Der unbereinigte Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern liegt bei 21 Prozent."



"Dieses Ergebnis belegt, dass die Anstrengungen die Lohnlücke zu schließen, bislang wenig fruchten. Die Frauen Union der CDU will ein Gesetz für gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Jetzt", erklärte Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union der CDU, anlässlich des Equal Pay Day am 19. März 2016.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fiel im Jahr 2015 der unbereinigte Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern um 1 Prozentpunkt geringer aus als in den Vorjahren. Frauen verdienten mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 16,20 Euro weiterhin 21 Prozent weniger als Männer (20,59 Euro).

Wenn man die greifbaren Ursachen für Lohnungleichheit, wie beispielsweise Teilzeitarbeit, Berufserfahrung, Karrierestufen, Berufs- und Branchenwahl aus der unbereinigten Lohnlücke von 21 Prozent herausrechnet, kommt das Statistische Bundesamt zu einer sogenannten bereinigten Lohnlücke von 7 Prozent. Ein Drittel des Verdienstunterschieds kann also nicht erklärt werden.

Annette Widmann-Mauz: "Die Lohnlücke ist keine Chimäre. Auch bei vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt pro Stunde 7 Prozent weniger."

"Wir sagen dem Lohnunterschied und den Ursachen dieser Ungerechtigkeit den Kampf an. Schon bei der Diskussion um Frauen in Führungspositionen hat sich gezeigt, dass allein freiwillige Absichtserklärungen nicht zum Ziel führen. Daher fordern wir Wirtschaft und Gewerkschaften zu einem konstruktiven Dialog über ein effektives Gesetz auf", appellierte die Vorsitzende der Frauen Union der CDU.

Quelle: Frauen Union Deutschlands

 

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