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Aus dem Landesverband:
Möglichkeit für junge Männer zum Einstieg in soziale Berufe erhalten

Stuttgart, 05.05.2010

Stuttgart. Flexible Zivildienstzeitverlängerung entlastet Sozialträger und Wohlfahrtsverbände

Anlässlich der in dieser Woche angestrebten Einigung des Koaltionsausschusses von Union und FDP zur Ausgestaltung der Wehr- und Zivildienstzeitverkürzung erklärt die Landesvorsitzende der Frauen Union Baden-Württemberg, Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz MdB:

„Wir brauchen jetzt schnell Bewegung bei den Beratungen für einen Gesetzentwurf zur Änderung des Wehr- und Zivildienstes. Auch in Zukunft sind soziale Einrichtungen auf motivierte junge Männer angewiesen, die im Zuge des Zivildienstes positive Erfahrungen mit sozialen und pflegerischen Tätigkeiten machen. Bisher ist der soziale Sektor noch überwiegend von Frauen geprägt. Die praktischen Erfahrungen, die junge Männer aus der Zivildienstzeit schöpfen, können für ihre Berufsentscheidung und in ihrem persönlichen Umfeld in speziellen Lebenssituationen, wie der Pflege von Familienangehörigen, von großem Nutzen sein. Eine Verlängerungsmöglichkeit um bis zu sechs Monate ist daher notwendig, damit Männer auch weiterhin einen Zugang zu sozialen Berufen finden. Männliche Erzieher, Physiotherapeuten, Altenpflegehelfer sowie Gesundheits- und Krankenpfleger werden in Zukunft stark gebraucht“, erklärt Widmann-Mauz MdB.

Widmann-Mauz MdB weiter: „Wenn die Zivildienstzeit auf nur sechs Pflichtmonate ohne Verlängerungsmöglichkeit beschränkt wird, werden viele Sozial- und Wohlfahrtsträger keine Zivildienststellen mehr anbieten. Die erforderliche Einarbeitungszeit und der Verwaltungsaufwand würden sich für den kurzen Zeitraum von sechs Monaten nicht mehr rentieren. Ohne die von der Union seit Monaten geforderte Flexibilisierung der Zivildienstzeit wird die wichtige sozialpolitische und gemeinnützige Funktion des Zivildienstes dauerhaft gefährdet. Diese auch in Zukunft zu erhalten, betrachtet die Frauen Union als wichtige Pflicht an unseren auf Hilfe angewiesenen Mitmenschen. Mit unserer Forderung befinden wir uns an der Seite aller großen Wohlfahrtsverbände.“


 

 
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